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5. Erlebnisbericht

5. BerichtUnser Sohn war ein liebes, unternehmungslustiges und normal entwickeltes Kleinkind. Mit zwei Jahren merkten wir, dass seine Sprachentwicklung verzögert war. Er plauderte in seiner eigenen Sprache munter drauflos. Er sei halt ein später, wurde mir von Fachpersonen erklärt, als ich meiner Besorgnis Ausdruck gab.Mit 2 1/2 Jahren brachte ich ihn in die Spielgruppe. Er hatte Mühe, sich von mir zu lösen, war sehr scheu und spielte bevorzugt alleine.Mit 4 1/2 Jahren kam er in den Kindergarten. Dort wurde er sehr schnell auffällig. Er mache im Kreis nicht mit, singe nicht, spreche kaum und wenn er spreche, dann verstehe sie ihn nicht, er verstehe Fragen kaum, sei unkonzentriert und wirke unreif, meinte die Kindergärtnerin. Sie schlug vor, dass wir den Jungen ohren- und augenärztlich untersuchen lassen sollten, vielleicht läge das Problem bei der Wahrnehmung. Ausserdem wollte sie den Jungen schulpsychologisch abklären lassen.Die augenärztliche Abklärung ergab keinen Befund. Ein Auge rutsche ihm manchmal weg, aber das könne er gut ausgleichen und ausserdem wachse sich das aus, das sei alles kein Problem, erklärte mir die Orthoptistin. Eine zwischenzeitlich ausgeführte logopädische Abklärung erhärtete den Verdacht auf eine schwere Spracherwerbsstörung mit Disgrammatismus. Dasselbe Resultat zeigte sich auch bei der schulpsychologischen Abklärung. Dazu kam allerdings die überraschende Erkenntnis, dass der Junge überdurchschnittlich intelligent sei und deshalb nicht zurückversetzt werden sollte, sondern, dass versucht werden sollte, sein Sprachproblem anzugehen. Dafür würde man uns den Übertritt in den 2. Sprachheilkindergarten empfehlen und anschliessend an dieses Jahr den Übertritt in die 1. Klasse empfehlen, entweder in der Sprachheilschule oder am Wohnort.Die Gehörabklärung führte uns über mehrere Ärzte zur Gehörabteilung des Kantonsspitals, bis es gelang, an dem Jungen einen Gehörtest vorzunehmen. Man warf dem Kind vor, er mache bei den Tests nicht richtig mit. Ich sass daneben und ertrug die Lautstärke der hohen Frequenzen fast nicht, doch der Junge reagierte nicht darauf. Trotzdem erklärte der Arzt, dass der Junge ein normales Gehör besitze und eigentlich in der Lage sein sollte, die Sprache zu erlernen. Eine schulpsychologische Abklärung sei darum sinnvoll, er vermute das Problem eher bei der Intelligenz! Meinen mündlichen Bericht über die Resultate der schulpsychologischen Abklärung wollte er nicht zur Kenntnis nehmen, stand auf und drängte uns hinaus.Im Sprachheilkindergarten erhielt das Kind täglich Logopädiestunden. Der ganze Unterricht war auf intensives Sprachlerntraining ausgerichtet und trotzdem machte der Junge nur kleine Fortschritte. Dafür ging es ihm immer schlechter. Er zog sich zu Hause von seinen Freunden und Geschwistern zurück und mit der Zeit lief er kaum mehr aufrecht. Er klagte über Müdigkeit und seine Haltung wurde immer schlaffer und der Junge immer antriebsloser. Morgens musste ich ihn wie ein kleines Kind anziehen und zum Haus hinausschieben, damit er noch rechtzeitig auf den Schulbus kam. Er würde halt viel lieber zu Hause sein und nicht in den Sprachheilkindergarten müssen, seine Geschwister dürften das ja auch, sagte er oft. Der verzweifelte Blick des Jungen, wenn er im Schulbus davonfuhr, war für mich kaum auszuhalten.Im Kindergarten sei er ganz anders, er komme fröhlich an und mache einigermassen mit, meinte die Kindergärtnerin; er sei am Nachmittag einfach sehr müde. Wenn ich zu Besuch kam, war er überglücklich und wäre an liebsten mit mir gleich nach Hause gekommen. Er war überhaupt auffallend anhänglich geworden, seit er in den Kindergarten ging. Er kam häufig zu mir und klammerte sich ganz fest an mich. Er brauchte sehr viel Geborgenheit und Nähe während dem Sprachheilkindergartenjahr!Weil ich mir grosse Sorgen um den Jungen machte, besprach ich die Situation mit unserem Hausarzt. Er ordnete daraufhin eine entwicklungspädiatrische Abklärung im Kinderspital an, welche die Spracherwerbsverzögerung und die überdurchschnittliche Intelligenz bestätigte. Für seine motorischen Schwierigkeiten und die schlaffe Haltung bekam der Junge 2 Jahre Ergotherapie verschrieben. Im Anschluss daran empfehle man ihm Karate- oder Judotraining, meinten die Ärztinnen. Seine Schwierigkeiten blieben ein Rätsel!Um Ostern fand ein Elterngespräch statt. Man wollte unserem Sohn ein drittes Kindergartenjahr gewähren, weil er in vielen Dingen einfach noch nicht reif sei für die Schule (Verständnis, Motorik usw.). Wir waren überhaupt nicht begeistert von dieser Idee. Man gewährte uns eine Bedenkfrist.Die Sprachheilkindergärtnerin machte mich erneut darauf aufmerksam, dass der Junge ein Hörproblem haben könnte und riet zu einer weiteren Abklärung. Weil ich nicht wusste, welcher Ohrenarzt den überhaupt noch in Frage kommen könnte, um den Jungen erneut zu testen, folgte ich dem Rat meiner Schwester, die Kinderpsychologin ist, es doch mit der Tomatis-Therapie, einer Methode für Audio- Psycho-Phonologie, zu versuchen und meldete das Kind für einen Hörtest im Tomatis- Center an. Gleich am nächsten Tag wurde die Ohrdiagnostik von dem Tomatis-Therapeuten vorgenommen, und der Junge unverzüglich zu einem ORL-Arzt in die Südostschweiz überwiesen, weil der Test ein offensichtliches Hörproblem zu Tage brachte! Der ORL- Arzt diagnostizierte eine leichte Innenohrschwerhörigkeit hauptsächlich im Bereich der höheren Frequenzen und verordnete dem Kind beidseits Hörgeräte, Lateraltraining und die Tomatis- Therapie. An der Sprachheilkindergartenmassnahme hatte er seine Zweifel.Die Therapie begannen wir unverzüglich. Ich holte den Jungen jeweils vom Sprachheilkindergarten ab und so konnten wir vor dem Schuljahresende den ersten von insgesamt vier Blöcken der Musik-Therapie absolvieren. Das war das Beste, was wir zu diesem Zeitpunkt für den Jungen tun konnten! Der Alltag war für uns bis dahin sehr schwierig und nicht selten flossen bei unserem Jungen und mir Tränen der Verzweiflung! Schon die ersten Stunden der Therapie waren für das Kind eine Wohltat. Seine Haltung wurde aufrechter und in seinem Gesicht erschien wieder ein Lächeln. Die Sprache verbesserte sich zusehends. Auffallend war, wie er auch ohne Hörgeräte sehr rasch zu reagieren begann, wenn er angesprochen oder gerufen wurde. Seine Hörfähigkeit verbesserte sich auch im Bereich der höheren Frequenzen. Er konnte plötzlich das Zirpen der Grillen und Heuschrecken hören und fragte verwundert, was denn da so töne?Die Bedenkfrist war um, und wir mussten unseren Entscheid bekannt geben. Ich hätte gerne mit dem schulpsychologischen Dienst die Situation besprochen, doch mein Hilferuf wurde lediglich mit ein paar lapidaren Erklärungen abgewimmelt. So wandte ich mich an meine Schwester, deren Fachgebiet ohnehin Potentialanalysen und Lernschwierigkeiten ist und legte ihr sämtliche Berichte vor. Sie war überzeugt davon, dass der Junge seinen Fähigkeiten entsprechend in die erste Regelklasse eingeschult werden sollte. Wenn dies in der Sprachheilschule nicht möglich sei, dann eben am Wohnort. Nach sehr schwierigen Gesprächen mit den Verantwortlichen dieser Schule beschlossen wir, das Kind in die Regelklasse unseres Wohnortes einzuschulen. Dank eines Empfehlungsschreibens der Sprachheilschule gewährte man ihm eine Lektion Logopädie wöchentlich.Schon wenige Monate nach der Einschulung meldete sich die Lehrerin und erzählte, dass er nicht mitmache, unkonzentriert sei, nicht wisse, was für Hausaufgaben er zu machen habe, usw. Die Sprache sei eigentlich nicht das Problem, seine Leistungen seien einfach schlecht. Sie schlug vor, den Schulpsychologen zu Hilfe zu nehmen. Es fand also wieder eine Abklärung statt, die einmal mehr das übliche Resultat enthüllte! Der Schulpsychologe und die Logopädin meinten dann, dass die Sprachheilschule für dieses Kind genau die richtige Therapie wäre. Für uns kam diese Lösung überhaupt nicht mehr in Frage, hatte sich unser Junge endlich vom Schlimmsten erholt und sein Trauma dank der Tomatis-Therapie und der Tatsache, wieder zu Hause sein zu dürfen, teilweise überwunden. So erwog man eine Umplatzierung in die Einführungsklasse, weil er einfach mehr Zeit brauche, oder halt die letzte Möglichkeit, dass er in die 2. Klasse dürfe unter der Vorraussetzung, dass er endlich aufdrehe.

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